Wie läuft ein Tag im Ketteler-Haus ab?

Zwischen 7:00 und 10:00 Uhr helfen wir Ihnen bei der Morgentoilette und ab 8:00 Uhr können Sie das Frühstück einnehmen. Wir versuchen uns danach zu richten, ob Sie Früh- oder Spätaufsteher sind. Und wenn Sie länger als 10:00 Uhr schlafen möchten, zum Beispiel weil die Nacht schlecht war, ist es auch kein Problem: Dann entscheiden Sie selbst, ob Sie noch frühstücken oder lieber gleich Mittag essen möchten ...

Ab 10:30 Uhr sind unsere Mitarbeiterinnen von der "Tagesbetreuung" für Sie da. Bewegung und Gedächtnis werden im Einzeltraining oder in der Gruppe gefördert - aber Sie müssen selbstverständlich nicht teilnehmen, vielleicht sind Sie auch einfach nur Zaungast oder beschäftigen sich lieber selbst! Ihr Wunsch entscheidet!

Gegen 12:00 Uhr gibt es das Mittagessen. Aus organisatorischen Gründen haben wir hier eine feste Zeit. Danach können Sie auf Ihrem Zimmer ruhen oder im Gemeinschaftsbereich bleiben - wie Sie möchten!

Um etwa 14:30 Uhr stehen Kaffee und Kuchen für Sie bereit, anschließend werden in kleinen Gruppen gemeinsame Aktivitäten angeboten. Auch hier gilt: Nur wer will, beteiligt sich! Übrigens, wir machen immer wieder die Erfahrung: Auch das Zuschauen macht Spaß (und beim Singen das Zuhören ...)

Zwischen 17:00 und 18:00 Uhr gibt es das Abendbrot. Danach lädt der Speiseraum ein. Wir richten uns wiederum möglichst nach Ihren Wünschen, wann Sie zu Bett gehen wollen.

Gegebenenfalls erhalten Sie im Verlauf des Abends ihre Spätmahlzeit. Und wenn Sie überhaupt nicht schlafen können? Dann stehen Sie noch einmal auf und setzen sich für eine Stunde in den Aufenthaltsraum ... dort kann man fernsehen, lesen oder sich noch ein bisschen unterhalten.

Angebote

Alle geplanten Aktivitäten sind Angebote, an denen es dem Bewohner freigestellt ist, teilzunehmen. Selbstverständlich bemühen wir uns, jeden Einzelnen zur Teilnahme zu motivieren und das Programm auf die Bewohnerwünsche auszurichten. Neben persönlicher Zuwendung dem einzelnen Bewohner gegenüber bieten wir zum Beispiel Gruppenangebote wie Sitzkreise mit Bewegungsübungen, Brettspiele am Tisch oder gemeinsames hauswirtschaftliches Arbeiten an. Dabei ist eine aktive wie auch passive Teilnahme möglich.

Soziale Kontakte zu der Gemeinde wie den Kirchen und den Kindergarten sind uns wichtig. Monatliche Gottesdienste werden im Haus von den Pfarrämtern angeboten. Die Kinder vom Horaffen-Kindergarten kommen über das ganze Jahr regelmäßig in unser Haus, um neue Lieder und Tänze vorzuführen oder zusammen mit den Senioren Spielenachmittage zu erleben. Unterhaltungsmusiker verschiedener Art sind ebenfalls besondere Programmpunkte im Haus.

Außerdem möchten wir auch die Angehörigen in den Tagesablauf einbeziehen und über das Geschehen informieren. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Haus stehen gern als erster Ansprechpartner für Angehörige zur Verfügung.

Professionelle Betreuung und Planung

Die Mitarbeiter der Betreuung besitzen durch langjährige Betriebszugehörigkeit und verschiedene Fortbildungen reiche Erfahrungen im Umgang mit den verschiedenen Erkrankungsbildern von Heimbewohnern. Zudem haben sich alle Mitarbeiter ein großes Repertoire an Aktivierungsmöglichkeiten geschaffen. Die angehenden Sozialpädagogen bringen entsprechend ihrer Ausbildung aktuelles Wissen zum Umgang mit Demenzerkrankung in die Arbeit mit ein.